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Donnerstag, 4. März 2010

Katzentreffen

Man merkt, dass das Frühjahr naht - zumindest wir Katers und Katzen spüren es in unseren Krallen und Fellspitzen. Heute hatte ich zum ersten Mal wieder Besuch aus der Nachbarschaft. Offenbar gibt es im Viertel zwei Neuzugänge:
Da war einmal ein schwarz-weißes Katerchen, das ganz umgänglich schien. Immerhin hat es sofort erkannt, wer hier der Herr im Garten ist, sich bei meinem Anblick weggeduckt und sich dann schnell auf die andere Seite des Zauns verkrümelt.
Sein Kumpel mit dem Silberhaar und den blauen Augen war hingegen im wahrsten Sinne des Wortes blauäugig. Erst nach einigen leicht durchschaubaren Anschleichmanövern hat er begriffen, dass ich nicht so leicht zu übertölpeln bin und sich mit einem diskreten Fauchen verzogen.
Nun ja, für mich heißt das wohl, dass die Revierverteidigungssaison wieder eröffnet ist: Geduldiges Ausharren hinter Büschen, flaches Robben im Gras, angespannte Körperhaltung, Zähneknirschen, Fauchen, Knurren und das ganze Programm.
Klingt anstrengend? Ist es auch, aber der Spaß ist das ganze allemal wert...

Mittwoch, 17. Februar 2010

Die Nadel im Heuhaufen

Und wieder einmal habe ich das spannendste verpasst - verschlafen, um genau zu sein. Bei näherer Betrachtung der Ereignisse muss ich allerdings sagen, dass das nicht die schlechteste Art ist, seine Zeit zu verbringen. Es hat sich nämlich wieder einmal bestätigt, wie elementar ausreichend Schlaf doch ist. Meine Nerven sind ausgesprochen stabil im Vergleich zu den Menschen, die bei der kleinsten Kleinigkeit schon völlig aus dem Häuschen geraten. Kein Wunder, so wenig Zeit wie sie damit verbringen, ihren Augen Ruhe zu gönnen.
Eigentlich hatte ich mich nur für eine Schlummerrunde zurückgezogen. Wer konnte schließlich ahnen, dass das eine Katastrophe mittleren Ausmaßes zur Folge haben würde? Während ich also friedlich zwischen den warmen Wintermänteln im Schrank eingekuschelt lag und von leckerem Fresschen und vorwitzigen Mäusen träumte, war mein Mensch am Rande des Nervenzusammenbruchs, weil ich offensichtlich verschwunden war. Da wurde in der Waschmaschine gesucht, die Küchenschränke durchstöbert, der halbe Keller auf den Kopf gestellt und unter den Sofas nachgesehen. Es bedurfte einer ganzen Stunde Suche, eines kleinen Chaos im Wohnzimmer und einer etwas größeren Panikattacke bis mich ein erleichterter Schrei aus dem Schlaf riss und fast zu Tode erschreckte. Da verstehe einer die Menschen!
Hätte sie mal wie ich die Zeit für ein Schläfchen genutzt anstatt planlos das Haus auf den Kopf zu stellen, wäre ihr sicher eine Menge Aufregung erspart geblieben und ich hätte in aller Ruhe ausschlafen können. So blieb mir nur, mich einmal um die eigene Achse zu drehen, genüsslich zu strecken und hoch erhobenen Hauptes zum Fressnapf zu wandern. Auf den Schreck brauchte ich schließlich dringend eine Stärkung - und danach ein ausgedehntes Nickerchen.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Chaotische Weihnachten

Also, ich persönlich mag Weihnachten. Es gibt immer etwas leckeres zu fressen, man kann mit den Kugeln am Weihnachtsbaum spielen und die Schatten, die die Kerzenflammen im Zimmer werfen, jagen.
Meine Menschen schaffen es aber leider jedes Mal, dass alles in fürchterlichen Stress ausartet. Dieses Jahr war wieder besonders interessant:
Zuerst ging der neue Weihnachtsbaumständer in die Brüche. Das hatte zur Folge, dass der halb geschmückte Baum begleitet von hysterischen Schreien umkippte. Ich flüchtete mich vor der nadelnden Katastrophe gerade noch rechtzeitig unter einen Hocker, wo ich die nächsten Stunden verbrachte, bis mich ein weiterer Schrei um meinen kostbaren Schönheitsschlaf brachte. Was war passiert? Eine Porzellanelfe war von der Wand gefallen und hatte sich dabei ein Bein gebrochen.
Und weil es damit noch nicht genug war, folgte noch ein Desaster mit den Geschenken. Die DVD, die mein Mensch zu Weihnachten bekam, bestand nämlich aus einer leeren Hülle. Offensichtlich hatte die Verkäuferin versäumt, den Film an der Kasse in die Hülle zu packen. Wie ärgerlich!
Das einzig gute an dieser Geschichte ist, dass ich ausnahmsweise vollkommen unschuldig an dem ganzen Chaos bin.

Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich es für eine schlechte amerikanische Komödie halten. Aber nein,genauso ist es passiert. Und wie durch ein Wunder haben wir trotzdem alle noch gute Laune und können sogar schon darüber lachen. Aber bitte nicht zu laut. Ich muss immer noch den fehlenden Schlaf von Heilig Abend nachholen. Zu viel Aufregung ist einfach nichts für meine empfindlichen Katers-Nerven.

Sonntag, 22. November 2009

Eigentor

Wenn ich nicht gerade meine großen Brüder durch die Gänge jage, Goldfische angle oder Mäuse am Schnürchen fange, dann habe ich eine Vorliebe dafür, mich an ungewöhnlichen Orten zu verstecken. Wie sich heute gezeigt hat, kann das selbst dem gewitztesten Katerchen zum Verhängnis werden.
Eigentlich wollte ich nur meinem Bruder Schneeball eins auswischen und ihm seinen neuen Lieblingsplatz im Bücherregal klauen. Das hat ihm natürlich gar nicht gefallen. Hi, hi! Um seinen ärgerlichen Tatzenhieben zu entwischen, habe ich mich kurzerhand hinter die Stereoanlage geflüchtet. Wer konnte schon ahnen, dass man durch die winzige Lücke zwar hinein aber nicht wieder heraus schlüpfen kann. Es hat mich einige erbärmliche Maunzer gekostet bis mein Mensch endlich auf die clevere Idee kam, das alberne Ding beiseite zu schieben, so dass ich hervor klettern konnte. Puh, gerade noch mal Glück gehabt!
Fürs erste verbringe ich meine Zeit wohl doch lieber wieder mit Stoff-Goldfischen, Plüsch-Mäusen & Co. Hier eine kleine Auswahl von meinem Lieblingsspielzeug ;-)



Freitag, 20. November 2009

Scherben bringen Glück…

…oder doch eher ein Elefant im Porzellanladen?
Ich weiß nicht genau, wie es passiert ist. Eigentlich wollte ich nur die hässlichen Vogelimitationen vom Wandregal fischen. Der kleine Porzellanelefant war schlichtweg zur falschen Zeit am falschen Ort…

Menschen sehen das ja leider meistens nicht ganz so locker. Aber ich habe den treuherzigen "Gestiefelten Kater"-Blick aus Shrek so eifrig geübt, dass meine kleinen Missgeschicke in der Regel doch recht schnell wieder verziehen sind.